Ziele

Die Synergieeffekte zwischen den Partnern sind die Grundlage des Netzwerks. Durch die Zusammenarbeit sind die einzelnen KMUs in der Lage, additive Fertigungsmethoden für den maritimen Bereich zu entwickeln und sich auf diese Weise auf die Änderung des Marktes und der Nachfrage einzustellen. Alleine wäre es ihnen aufgrund der erforderlichen räumlichen, materiellen und personellen Ressourcen nicht möglich.

Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft befördert Innovation. Der primäre Synergieeffekt ergibt sich aus dem Zusammenführen der Erfahrungen und Fachkenntnisse der Partner. Diese werden sowohl in die FuE-Projekte selbst eingebracht als auch als Lerneffekt und Wissenserweiterung in die einzelnen Unternehmen getragen.

zur Kurzbeschreibung des Netzwerks

 

Förderung

MN3D wird als ZIM-Netzwerk vom Bundesministerium für Wirtschaft gefördert. Zunächst wird das Netzwerk etabliert, eine Konzeption erarbeitet und eine technologische Roadmap entwickelt. Anschließend geht es um die Umsetzung in Form von FuE-Projekten und die Vorbereitung der Markteinführung.

Hintergrund

Für die Exportnation Deutschland ist eine starke maritime Wirtschaft von zentraler Bedeutung, denn etwa 95 Prozent des interkontinentalen Warenaustauschs erfolgt über den Seeweg. Die industriellen Rahmenbedingungen haben sich allerdings auch im maritimen Sektor hin zu verkürzten Produktlebenszyklen und Entwicklungszeiten, höherer Produktkomplexität und kleineren Stückzahlen je Produktvariante entwickelt. Additive Fertigung ist ein Bestandteil davon und kann einen Beitrag dazu leisten, den neuen Produktionsanforderungen gerecht zu werden.

Die additive Fertigung in der maritimen Branche steht noch am Anfang seiner Möglichkeiten. Während alternative Fertigungsverfahren in der Automobilbranche oder der Luft- und Raumfahrt bereits etabliert sind, ist der weitgehend konservativ agierende maritime Sektor für den 3D-Druck ein neuer Markt. Die Technologie hat das Potenzial, globale Warenströme zu verändern und der Schifffahrt, z.B. durch die schnelle und ortsnahe Produktion von Ersatzteilen neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Der weltweite Umsatz in der additiven Fertigung mit Software, Hardware und Materialien stieg 2018 um 18 Prozent auf über 8 Milliarden Euro. Auch für die nächsten Jahre wird dem 3D-Druck-Markt ein hohes Wachstum prognostiziert. Der 3D-Druck wird dem maritimen Markt weltweit neue Möglichkeiten eröffnen. Alternative Fertigungsverfahren werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da sie ein breites Spektrum bieten, um maritime Produkte schnell und kundenspezifisch zu produzieren.

Das Maritime Cluster Norddeutschland hat eine Studie zur Bedarfsermittlung von additiven Fertigungsmethoden mit Fokus auf die maritime Wirtschaft in der erweiterten Metropolregion Hamburg beauftragt. zum Download der Studie auf Deutsch [PDF, 2,9 MB]

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